Syndikus-Steuerberater

Seit 2008 können Steuerberater unter bestimm­ten Voraussetzungen auch als Angestellte bei einem nicht berufsständischen Arbeitgeber (z. B. in der Steuerabteilung eines Unternehmens oder Verbandes) tätig sein, als sog. Syndikus-Steuer­berater.



Voraussetzungen für die Bestellung zum Syndikus-Steuerberater

  • Der Syndikus-Steuerberater muss im Rahmen des Anstellungsverhältnisses spezifische Steuerberatertätigkeiten im Sinne des § 33 StBerG (z. B. Erstellung der Lohn- und Finanzbuchführung, des Jahresabschlusses, der betrieblichen Steuererklärungen, Auftreten für den Arbeitgeber vor Finanzbehörden und -gerichten) ausüben.
  • Der Steuerberater muss rechtlich und tatsächlich in der Lage sein, den Beruf des Steuerberaters neben dem Angestelltenverhältnis auszuüben. Eine aus­schließliche Angestelltentätigkeit bei dem Unternehmen/Verband ist nicht zulässig. Erforderlich ist daher das Einverständnis des Arbeitgebers, dass der Syndikus den Beruf als Steuerberater neben der Angestelltentätigkeit ausüben darf.
  • Das Vorliegen dieser Voraussetzungen ist durch eine Arbeitgeberbescheinigung und ggf. ergänzende Unterlagen (z. B. Anstellungsvertrag/Stellenbeschreibung) nachzuweisen.
  • Begründung einer beruflichen Niederlassung: Der Syndikus-Steuerberater muss eine berufliche Niederlassung als Steuerberater unterhalten. Diese kann sich in einem eigenen Büro, der privaten Wohnung, aber auch in den Arbeits­räumen des Arbeitgebers befinden, sofern dort die Möglichkeit besteht, als Steuerberater selbstständig zu arbeiten, und der Arbeitgeber hiermit einver­standen ist.
  • Abschluss einer eigenen Berufshaftpflichtversicherung

Nähere Auskünfte zum Syndikus-Steuerberater und den Bestellungs­voraus­setzungen erteilen die Steuerberaterkammern. Dort erhalten Sie auch die erforderlichen Antragsvordrucke und das Muster einer Arbeitgeberbescheinigung.