Pressemitteilung

003/2010
Pressedienst

Bürokratie bei der Lohnabrechnung abbauen – BStBK legt Maßnahmenkatalog vor

Berlin, 05.02.2010



Die Unterschiede zwischen dem Lohnsteuer- und dem Sozialversicherungs­beitragsrecht verursachen Monat für Monat  einen immensen bürokratischen Aufwand bei der Lohnabrechnung für 40 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland. Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) fordert eine schrittweise Angleichung beider Bereiche und hat hierzu einenkonkreten Maßnahmenkatalog vorgelegt. „Unsere Vorschläge können zum großen Teil einfach und vor allem aufkommensneutral umgesetzt werden. Damit könnte die Bundesregierung ihrem Ziel, die Bürokratie­kosten für die Wirtschaft um 25 Prozent zu senken, deutlich näher kommen“, so BStBK-Präsident Dr. Horst Vinken.

Ihrem Maßnahmenkatalog stellt die BStBK drei Grundregeln voran, deren Beachtung das Lohnabrechnungswesen deutlich vereinfachen könnte: Erstens müssen die Bemessungsgrundlagen, also die Definition des Arbeitslohns, im Lohnsteuer- und im Sozialversicherungsbeitragsrecht vereinheitlicht werden. Denn die bestehenden Unterschiede machen das Lohnabrechnungswesen hochgradig kompliziert und fehleranfällig. Zweitens müssen Änderungen in beiden Bereichen gleichzeitig in Kraft treten, sonst können Neuregelungen in der Praxis oft gar nicht angewendet werden. Drittens gilt es, rückwirkende Gesetzesänderungen zu vermeiden. Hier steht oft ein relativ geringer Entlastungseffekt einem enormen Aufwand bei der Lohnabrechnung gegenüber.

Der Maßnahmenkatalog der BStBK „Bürokratieabbau im Lohnsteuer- und im Sozialversicherungsbeitragsrecht“ stellt auf 33 Seiten konkrete Praxisprobleme und Lösungsmöglichkeiten vor. Die Broschüre ist abrufbar unter www.bstbk.de.

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit mehr als 84.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Neben der Vertretung des Berufsstandes auf nationaler und internationaler Ebene wirkt die BStBK an der Beratung der Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Sie fördert außerdem die berufliche Fortbildung der Steuerberater und die Ausbildung des Nachwuchses.

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