Pressemitteilung

012/2010
Pressedienst

Steuerberater fordern Ende der Substanzbesteuerung

Berlin, 03.05.2010



Mit Reden von Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und dem Vorstands­vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit Dr. Frank-J. Weise hat heute der DEUTSCHE STEUERBERATERKONGRESS 2010 mit 1.300 Teilnehmern in Berlin begonnen. Der Präsident der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) Dr. Horst Vinken machte in seiner Eröffnungsrede die Position des Berufsstandes in der aktuellen Steuerdebatte deutlich: „Strukturfragen sind wichtiger als Tariffragen“, so Vinken. Als eine Kernforderung nannte er die Abschaffung der Substanzbesteuerung im Rahmen der gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen. Denn diese leistungs­unabhängige Besteuerung belaste gerade eigenkapitalschwache und von der Krise betroffene Unternehmen. Sie gefährde Arbeitsplätze und konterkariere die Wirkung des im Jahr 2008 gesenkten Körperschaftssteuersatzes. 

Außerdem forderte der BStBK-Präsident, die Abzugsfähigkeit von privaten Steuerberatungskosten wiedereinzuführen und damit die entsprechende Koalitionsvereinbarung endlich umzusetzen. „Die Forderung zielt nicht auf eine Begünstigung unseres Berufsstandes, sondern auf die Begünstigung der privaten Steuerpflichtigen“, sagte Vinken. Diese seien durch das komplizierte Steuerrecht erheblich belastet. Außerdem erhöhe die Regelung den bürokratischen Aufwand der Finanzämter, ohne dass der Fiskus die erhofften Mehreinnahmen erziele.

Die Rede von BStBK-Präsident Dr. Vinken sowie Bildmaterial vom DEUTSCHEN STEUERBERATERKONGRESS 2010 stehen in Kürze unter www.bstbk.de zur Verfügung.

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit mehr als 86.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Neben der Vertretung des Berufsstandes auf nationaler und internationaler Ebene wirkt die BStBK an der Beratung der Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Sie fördert außerdem die berufliche Fortbildung der Steuerberater und die Ausbildung des Nachwuchses.

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