Pressemitteilung

019/2010
Pressedienst

Spitzenvertreter der BStBK machen sich bei EU-Kommissar für Steuern und Zollunion Algirdas Šemeta für ein einfaches Mehrwertsteuerrecht stark

Berlin, 16.07.2010



Zum Austausch über aktuelle Steuer- und Finanzfragen traf sich gestern EU- Kommissar Algirdas Šemeta mit dem Präsidenten der Bundessteuer­berater­kammer Dr. Horst Vinken, dem Vizepräsidenten Dr. Herbert Becherer und der BStBK-Hauptgeschäftsführerin Nora Schmidt-Keßeler.

Themen waren die Vermeidung von Doppelbesteuerung, die Vereinheitlichung der Steuerbemessungsgrundlage bei Körperschaften, sowie Fragen zum Mehrwert­steuer­recht.

Kommissar Šemeta erklärte: „Die Bedeutung der Steuersysteme für den gemein- samen Binnenmarkt wurde bislang zu wenig beachtet. Ziel muss es sein, die Qualität der bestehenden Steuerstrukturen zu verbessern und wettbewerbs­freundlicher zu machen.“

BStBK-Präsident Dr. Horst Vinken setzte sich gegenüber Kommissar Šemeta insbesondere für ein einfaches und von unnötiger Bürokratie entlastetes Mehrwertsteuerrecht ein.

„Wir unterstützen die Forderungen von Kommissar Šemeta, das Mehrwert­steuer­recht auf EU-Ebene zu entbürokratisieren und zu vereinfachen. Ein leicht handhab­bares Mehrwertsteuerrecht erleichtert den grenzüberschreitenden Verkehr von Waren und Dienstleistungen und ist ein wichtiger Schritt bei der Vertiefung des gemeinsamen europäischen Binnenmarktes“ erklärte BStBK-Präsident Dr. Horst Vinken anlässlich des Besuchs. Exemplarisch für unnötige Bürokratie sind die Probleme beim elektronischen Vorsteuervergütungsverfahren. Hier berichteten die Steuerberater aus der Praxis über Probleme bei der Umsetzung des Verfahrens, wie zum Beispiel Schwierigkeiten beim Vollmachtsnachweis. Dadurch kommt es bei einer Vielzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen zu einem vermeidbaren Verwaltungsaufwand.

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit mehr als 86.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Neben der Vertretung des Berufsstandes auf nationaler und internationaler Ebene wirkt die BStBK an der Beratung der Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Sie fördert außerdem die berufliche Fortbildung der Steuerberater und die Ausbildung des Nachwuchses.

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