Pressemitteilung

036/2010
Pressedienst

BStBK begrüßt das Streben der Koalition nach Steuervereinfachung

Berlin, 10.12.2010



Am 9. Dezember hat der Koalitionsausschuss mit dem Ziel der Steuervereinfachung getagt. Ein aus Sicht der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) besonders positiv zu bewertendes Ergebnis ist die vorgesehene Erleichterung für Unternehmen bei der elektronischen Rechnungsstellung. Dies ist nicht nur ein wesentlicher Beitrag zum Bürokratieabbau, sondern verbessert auch die Wettbewerbsposition der deutschen Unternehmen im europäischen Kontext. Die sonstigen Beschlüsse sieht die BStBK jedoch allenfalls als einen Einstieg in die Thematik der Steuerverein­fa­chung an.

„Wir hoffen, dass dies nur der Anfang und nicht das Ende der Initiative ist und dass weitere Maßnahmen in das Verfahren eingebracht werden, die echte Verein­fa­chungen für die Steuerbürger und für die Unternehmen bedeuten“, sagt Dr. Horst Vinken, Präsident der Bundessteuerberaterkammer.

Als nicht effektiv schätzt die BStBK die Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags ein, da dies Erleichterungen nur für die Steuerpflichtigen bringt, deren Werbungs­kosten zwischen 920 € und 1000 € liegen. Die Kosten für den Staat sind hoch, die Auswirkungen für den Einzelnen aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Möglichkeit, Einkommensteuererklärungen nur noch alle zwei Jahre abzugeben, wird aus Sicht der BStBK ebenfalls nur in wenigen Fällen angenommen werden. Alle diejenigen, die eine Steuererstattung erwarten, werden nicht zwei Jahre darauf warten wollen. „Kein Bürger wird dem Staat zwei Jahre Kredit gewähren“, so Dr. Horst Vinken.

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit mehr als 86.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Neben der Vertretung des Berufsstandes auf nationaler und internationaler Ebene wirkt die BStBK an der Beratung der Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Sie fördert außerdem die berufliche Fortbildung der Steuerberater und die Ausbildung des Nachwuchses.

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