Pressemitteilung

005/2011
Pressedienst

BStBK begrüßt den Erhalt der Selbstanzeige

Berlin, 22.03.2011



Die BStBK begrüßt die Entscheidung, die Regelungen zur Selbstanzeige grund­sätzlich beizubehalten. Die Selbstanzeige hat sich uneingeschränkt bewährt. Ohne sie könnte der Staat bisher verheimlichte Steuerquellen kaum entdecken. Im nächsten Schritt wird sich zeigen, ob die Neuregelungen den Anforderungen der Praxis gerecht werden.

„Für die Praxis ist es wichtig, dass die Berichtigung im Besteuerungsverfahren weiterhin zweifelsfrei möglich ist, ohne dass der Steuerpflichtige einer Straftat verdächtigt wird“, sagt Dr. Hartmut Schwab, Vizepräsident der Bundessteuer­beraterkammer bei der heutigen Jahrespressekonferenz in Berlin. „Hier hat die BStBK im Gesetzgebungsverfahren entscheidende Klarstellungen durchgesetzt. Dies gilt vor allem für den Bereich der Massenverfahren, wie den Umsatz­steuer­voranmeldungen.“

Die neue Regelung sieht vor, dass bei Hinterziehung von mehr als 50.000 Euro ein extra Zuschlag von 5 % auf die hinterzogenen Steuern bezahlt werden muss um straffrei zu bleiben. Außerdem ist eine Teilselbstanzeige nicht mehr möglich und der Ausschluss der strafbefreienden Selbstanzeige wird vorgezogen auf die Bekannt-gabe der Prüfungsanordnung.

Die Bundessteuerberaterkammer setzt sich für die korrekte Anwendung des geltenden Steuerrechts ein. Steuerhinterziehung schadet dem Allgemeinwohl. Die BStBK und der Berufsstand der Steuerberater unterstützen daher jede gezielte Maßnahme zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung.

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit mehr als 88.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Neben der Vertretung des Berufsstandes auf nationaler und internationaler Ebene wirkt die BStBK an der Beratung der Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Sie fördert außerdem die berufliche Fortbildung der Steuerberater und die Ausbildung des Nachwuchses.

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