Pressemitteilung

06/2018
Pressedienst

BStBK setzt ihre erfolgreiche Symposiums-Reihe „Lohn im Fokus“ fort

Berlin, 16.03.2018



Am 12. März 2018 widmete die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) das zweite Symposium ihrer Veranstaltungs-Reihe dem Thema „Entbürokratisierung durch Digitalisierung – Fluch oder Segen?“. Fast 100 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft nahmen hieran teil.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Chancen der Digitalisierung für Steuerberater sowie für kleine und mittlere Unternehmen. Namhafte Referenten beleuchteten in ihren Vorträgen die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung auf den steuerberatenden Beruf sowie die Lohnabrechnung. BStBK-Vizepräsident Dr. Holger Stein betonte in seinem Grußwort: „Für den Berufsstand ist es wichtig, jede neue Digitalisierung eines Meldeverfahrens auf den Prüfstand zu stellen. Aus Sicht der Bundessteuerberaterkammer ist die Einrichtung einer zentralen Stelle sinnvoll, die die Digitalisierung bündelt.“

In seinem Eingangsstatement warf Prof. Dr. Peter Fettke, Forschungsgruppenleiter am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Lehrstuhlinhaber an der Universität des Saarlandes, einen Blick in die Zukunft des steuerberatenden Berufs: „Digitalisierung und künstliche Intelligenz führen zu erheblichen Veränderungen im Tätigkeitsprofil eines Steuerberaters. Während im Privatbereich sich bereits neue technische Ökosysteme fest etabliert haben, ist im Bereich der Steuerberatung weitgehend offen, wie sich die Strukturen ändern werden.“ Martin Krämer von der DATEV eG bewertete die Prozessdigitalisierung der Lohnbuchhaltung in seinem Vortrag als durchaus positiv für den Berufsstand und verwies auf zukünftige Effizienzsteigerungen in den Steuerberaterkanzleien.

Nadja Riedel von der Haufe Gruppe skizzierte in ihrem Impulsreferat die Vision eines zentralen Portals, über das alle beschäftigungsrelevanten Daten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern mit beteiligten Institutionen ausgetauscht werden. Dies sei die Zukunft im Lohnbereich. Riedel: „Dazu bedarf es des Mutes, dieses übergreifende Projekt jetzt aktiv anzugehen - denn die Zukunft wartet nicht auf uns.“ Gertjan Buijsen, Lohnsteuerberater aus den Niederlanden, zeigte in seinem Impulsvortrag die weitreichenden Reformen des Nachbarlandes in der Lohnabrechnung auf und unterstrich die Vorteile eines einheitlichen Lohnbegriffs.

Zum Abschluss der Veranstaltung diskutieren die Referenten unter der Moderation von Marko Wieczorek, Chefredakteur von „Der Betrieb“, angeregt mit BStBK-Präsidialmitglied Karl-Heinz Bonjean und dem Publikum. Gemeinsam unterstrichen alle Teilnehmer den positiven Effekt einer einheitlichen Lohndefinition, wie sie in den Niederlanden vorgenommen wurde. Diese könne laut Bonjean dem deutschen System als Vorbild dienen, da die Unterschiede in der Lohnsteuer und dem Sozialversicherungsbeitragsrecht hiermit minimiert würden.

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit über 96.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Neben der Vertretung des Berufsstandes auf nationaler und internationaler Ebene wirkt die BStBK an der Beratung der Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Sie fördert außerdem die berufliche Fortbildung der Steuerberater und die Ausbildung des Nachwuchses. 

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