Aus- und Fort­bild­ung

Steuer­fach­angestellter

Steuer­fach­angestellte sind eine wertvolle Unter­stützung für den Steuer­berater und suchen gemeinsam mit ihm nach den besten Lösungen für den Mandan­tenkreis.

Bereits während der drei­jährigen Aus­bildung erlernt der Steuer­fachan­gestellte das nötige Fach­wissen und erhält einen Über­blick über die Verwaltungs­abläufe sowie das Beruf­sfeld.

Steuer­fachan­gestellte unter­stützen beim Rechnungs­wesen, werten bei der Finanz­buch­haltung laufende betriebs­wirtschaft­liche Ergebnisse aus und bereiten Jahres­abschlüsse vor. Sie helfen dem Steuer­berater bei der Erstellung von Steuer­erklärungen für Unter­nehmen und Privat­personen und prüfen die Steuer­bescheide des Finanz­amtes für Mandanten. Neben der Tätigkeit in der Kanzlei lernt der Steuer­fach­angestellte in der Berufs­schule das nötige Know-how zu Steuern, Wirtschafts­recht, Betriebs­wirtschaft und Rechnungs­wesen. Eingangs­qualifikation für eine Aus­bildung ist ein Haupt­schul­abschluss, aber auch Schüler mit einem mittleren Schul­abschluss (mittlere Reife) oder Fach­hoch­schul­reife, die kommunikativ und IT-affin sind, eine schnelle Auffassungs­gabe und ein Gefühl für Zahlen haben, sind gern gesehene Bewerber um einen Aus­bildungs­platz.

Die erfolgreiche Prüfung zum Steuer­fach­angestellten bildet den Grund­stein für weitere berufliche Entwicklungen: So können Steuer­fach­angestellte sich in zahl­reichen Fort­bildungen, beispiels­weise zum Steuer­fach­wirt, zum Fach­assistenten Lohn und Gehalt (FALG), Fach­assistenten Rechnungs­wesen und Controlling (FARC) und zum Fach­assistenten für Land- und Forst­wirtschaft (FALF), weiter­bilden. Nach zehn Jahren Berufs­erfahrung können sie auch zur Steuer­berater­prüfung zugelassen werden. Ab dem 1. Januar 2021 verkürzt sich die Dauer der berufs­praktischen Vor­erfahrung sogar auf acht Jahre.


Weitere Informationen zur Aus­bildung und zu weiteren beruflichen Entwicklungs­möglichkeiten sind verfügbar unter www.mehr-als-du-denkst.de.

Steuer­fachwirt

Nach drei Jahren Beruf­stätigkeit können sich Steuer­fach­angestellte bei besonderer fachlicher Qualifikation und persönlicher Einsatz­bereitschaft einer weiteren Heraus­forderung stellen: der Fortbildungs­prüfung zum Steuer­fach­wirt.

Steuer­fach­wirte über­nehmen qualifiziertere und noch verantwortungs­vollere Tätigkeiten, zum Beispiel als Büroleiter. Ob Recht­sprechung, Rechnungs­wesen, Verwaltungs­praxis oder Gesetz­gebung: Mit der Fort­bildung erwerben die Mitarbeiter in den Steuer­berater­kanzleien neue Kompetenzen.

Die Fort­bildung zum Steuer­fach­wirt setzt nach der Aus­bildung zum Steuer­fach­angestellten bzw. einer ver­gleich­baren Aus­bildung (zum Bei­spiel Bank­kauf­mann, Industrie­kauf­mann) an. Auch Hoch­schul­absolventen eines mindestens drei­jährigen betriebs­wirt­schaftlichen Studiums mit zwei Jahren Erfahrung auf dem Gebiet des Steuer- und Rechnungs­wesens können die Prüfung ablegen. Sie ist außerdem der erste Schritt zur Steuer­berater­prüfung. Nach sieben Jahren im Beruf können Steuer­fach­wirte hierfür zugelassen werden. Ab dem 1. Januar 2021 verkürzt sich die Dauer der berufs­praktischen Vor­erfahrung auf sechs Jahre.

Weitere Informationen sind verfügbar unter www.mehr-als-du-denkst.de.

Fachassistent Lohn und Gehalt

Der Fachassistent Lohn und Gehalt ist ein Berufstitel im Bereich des Lohnwesens, den u. a. Steuerfachangestellte bereits seit dem Jahr 2015 über die Steuerberaterkammern erlangen können.

Die Tätigkeitsschwerpunkte des Berufs liegen im Steuerwesen sowie im Sozialversicherungs- und Arbeitsrecht. Dazu zählen insbesondere die Durchführung des Lohnsteuerabzugs und die Statusfeststellungs- und Umlageverfahren. Die Kenntnisse im Arbeitsrecht sollen dazu dienen, Probleme zu erkennen und Empfehlungen für anwaltliche Beratung auszusprechen.

Mit dem Angebot der Fortbildungsprüfung zum Fachassistenten Lohn und Gehalt haben die Steuerberaterkammern auf die immer komplexer werdende Entgeltabrechnung in den Steuerberatungskanzleien reagiert. Denn mit der Fortbildung können die Mitarbeiter einheitliche und vergleichbare Fähigkeiten für die Bearbeitung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen erwerben und eine umfassende Kompetenz gegenüber dem Arbeitgeber und dem Mandantenkreis vorweisen.

Der Fachassistent Lohn und Gehalt setzt nach der Ausbildung zum Steuerfachangestellten bzw. einer vergleichbaren Ausbildung (zum Beispiel Rechtsanwaltsfachangestellter, Industriekaufmann, Groß- und Außenhandelskaufmann, Bankkaufmann) an und erfordert erste praktische Arbeitserfahrungen in der Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Die Prüfung zum Fachassistenten gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Nähere Informationen zur Prüfungsinstitution und zu den Prüfungsorten sind bei den jeweiligen Steuerberaterkammern erhältlich. Eine Übersicht der regionalen Steuerberaterkammern finden Sie hier: Steuerberaterkammern

Weitere Informationen sind verfügbar unter www.mehr-als-du-denkst.de.

Fach­assistent Rechnungs­wesen und Con­trolling

Der Fachassistent Rechnungswesen und Controlling ist ein neuer Berufstitel im Bereich des Steuerwesens, der ab Herbst 2019 durch eine Fortbildungsprüfung bei den Steuerberaterkammern erlangt werden kann.

Der Tätigkeitsschwerpunkt des Fachassistenten liegt auf dem externen und internen Rechnungswesen. Dazu zählen insbesondere Buchführung und Bilanzierung, betriebswirtschaftliche Auswertung, Jahresabschlusserstellung sowie die integrierte Unternehmensplanung.

Der Bedarf an betriebswirtschaftlicher Beratung durch den Steuerberater ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, da Mandanten beispielsweise Unterstützung in der Unternehmensnachfolge benötigen. Der Steuerberater ist dabei auf speziell fortgebildete Mitarbeiter in diesem Fachgebiet angewiesen, die Beratungsvorgänge vor- und nachbereiten. Der Fachassistent Rechnungswesen und Controlling bietet Mitarbeitern von Steuerkanzleien eine attraktive Aufstiegschance im Zuge der betriebswirtschaftlichen Beratung.

Der Fachassistent Rechnungswesen und Controlling setzt nach der Ausbildung zum Steuerfachangestellten bzw. einer vergleichbaren Ausbildung (zum Beispiel Bankkaufmann, Industriekaufmann) an. Auch Hochschulabsolventen eines mindestens dreijährigen betriebswirtschaftlichen Studiums mit mindestens zwei Jahren Erfahrung auf dem Gebiet des Steuer- und Rechnungswesens können die Prüfung ablegen.

Die Prüfung zum Fachassistenten gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Nähere Informationen zur Prüfungsinstitution sowie zu den Prüfungsorten sind bei den jeweiligen Steuerberaterkammern erhältlich.

Eine Übersicht der regionalen Steuerberaterkammern finden Sie hier: Steuerberaterkammern

Weitere Informationen sind verfügbar unter www.mehr-als-du-denkst.de.

Praktikanten-Paket

Sie sind Steuer­berater und haben einen Praktikums­platz zu vergeben?
Schauen Sie sich unser Praktikanten-Paket an und nutzen Sie es als Unter­stützung bei der Betreuung Ihrer Praktikanten.

Neben organisatorischen Hilfestellungen enthält das Praktikanten-Paket eine Aufgaben- und Fallsammlung. Diese Unterlagen unterstützen Sie dabei, wenn es darum geht, Ihre Praktikanten mit praxisnahen Aufgaben zu beschäftigen, ohne Einblicke in die Unterlagen Ihrer Mandanten gewähren zu müssen.

Wichtige Informationen für die Kanzlei
(PDF 164,49 KB)
 

Praktikanten-Arbeitsheft: Einkommen­steuer
(PDF 1,33 MB)
 

Praktikanten-Arbeitsheft: Rechnungs­wesen
(PDF 1,22 MB)
 

Praktikum in der Steuer­beratungs­kanzlei:
Musterfall Grünkern

(PDF 1,87 MB)
 

Praktikum in der Steuer­beratungs­kanzlei:
Praktikanten-Übungen

(PDF 3,37 MB)
 

Musterfall: Gustav Grünkern
(ZIP 1,28 MB)