Aufgaben der Bundes­­steuer­­berater­kammer

Das System der beruflichen Selbstverwaltung und -kontrolle gewährleistet die freie, vom Staat unabhängige Berufsausübung der Steuerberater. Dafür stehen die 21 Steuerberaterkammern und ihre Spitzenorganisation, die Bundessteuerberaterkammer.

Die Steuerberaterkammern sind die berufliche Selbstverwaltung aller in ihrem Kammergebiet niedergelassenen Berufsangehörigen. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts nehmen sie ihre gesetzlichen Aufgaben wahr und vertreten die beruflichen Belange ihrer Mitglieder. Sie informieren und unterstützen Steuerberater in beruflichen Fragen, betreiben umfassende Ausbildungsförderung und sichern die Qualität der Berufsausübung durch Beratung und Berufsaufsicht.

Die Bundessteuerberaterkammer vertritt als gesetzliche Spitzenorganisation die Gesamtheit der bundesweit über 96.000 Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften auf nationaler und internationaler Ebene. Sie koordiniert die Meinungsbildung der Steuerberaterkammern und wirkt auf dieser Basis an der Beratung über Steuergesetze sowie an der Gestaltung des Berufsrechts mit. Richtschnur für die steuerrechtlichen Stellungnahmen der Bundessteuerberaterkammer sind Systemgerechtigkeit und Praktikabilität der Gesetzgebung. Die Bundessteuerberaterkammer fördert außerdem die Ausbildung des Nachwuchses und die berufliche Fortbildung der Steuerberater. Der jährliche DEUTSCHE STEUERBERATERKONGRESS, zahlreiche nationale und internationale Fachveranstaltungen sowie eine umfassende Informationstätigkeit für und über den Berufsstand zählen ebenfalls zu ihrem Leistungsspektrum.

Die konkreten Aufgaben der Bundessteuerberaterkammer regelt § 86 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG).

Viele Berufsangehörige nehmen die Möglichkeit wahr, durch die ehrenamtliche Mitwirkung in den Gremien der Kammern die Rahmenbedingungen des Berufs aktiv mitzugestalten. Dazu gehören die Satzungsversammlung und als oberstes Organ der Bundessteuerberaterkammer die Bundeskammerversammlung.